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Point of Interview

14. Juli 2009

Hallo Ihr Lieben!

So, da ich finde dass das Textgeschreibe auf Dauer etwas eintönig wird, dachte ich mal ich interviewe wichtige Leute. Natürlich auch um den Informartionsgehalt dieses Blogs etwas heraufzusetzen, da unser aller Papst, Reverend Koopmans, heute verlauten ließ dass er mir alle Urlaubstage streicht und die Augenbrauen abrasiert wenn ich weiterhin solch hahnebüchenen Blödsinn schreibe.

Leider waren die wichtigen Leute entweder im Urlaub, haben mir die Tür vor der Nase zugeschlagen oder mich gefragt wie ich heisse und ob ich auch hier arbeite. Also geh ich back to the Roots, hinein in das schäumende Moloch der Firmenhierarchie, in den Urschlamm der Leibeigenschaft. Ich interviewe unseren Praktikanten Haiko. Der kann sich auch nicht wehren, denn sonst rasier ich IHM die Augenbrauen ab.

Die alte Laberbacke.

Die alte Laberbacke.

Tim: Hey Haiko, was geht? Was machst Du gerade?
Haiko: Hä?
Tim: Naja, wasde gerade machst, da vor Deinem Klötergasten.
Haiko: Klöterkasten?
Tim: Naja, Deinen PC mein ich.
Haiko: Achso. Äh, ich arbeite hier.
Tim: ja, das ist mir schon klar, aber WAS arbeitest Du gerade?
Haiko: Achso, ich verfasse gerade ne Pressemitteilung über diverse Bands…
Auftritt Linn (Azubi IT – Anm. d. Verf.)
Linn: Hast Du ne Mail bekommen?
Haiko: Hä?
Linn: guck doch mal inn Postkasten! GUCK INN POSTKASTEN!
Haiko: (klickklick)
Auftritt Marcel
Linn geht.

Marcel: Was geht, Atze?
Tim: Was? Matze? Wer ist das?
Marcel: Nicht Matze: ATZE!
Tim: Achso! Ich interviewe gerade Haiko!
Haiko: (Klickklick)
Tim: Haiko?
Marcel ist schonwieder raus, ohne dass es jemand bemerkt hätte
Haiko: LIIIIINN!
Tim: Ja, Haiko, wie jetzt: Pressemitteilung?
Haiko: Das ist noch Top Secret… kommt das inn Blog? Nicht dass Katja schimpft!
Tim: Neenee, liest sowieso keiner!
Haiko: (Klickklick)
Auftritt Harry, spielt ne Luftgitarre und klatscht in die Hände
Harry: Ja…neee, nur mal so…nech. Wiessjawohl.
Harry hoppelt raus
Tim: HAIKO! Was machstn nu heute noch so? Du musst mir schon ein bisschen helfen!
Haiko: (Klickklick) Ähm… ich werde gleich noch… was essen und… hier wedelt mit einem Zettel rum … die Pressemitteilung nickt in Richtung Bildschirm und ansonsten … (Klickklick)

Ich sehe das hat alles keinen Sinn hier. Ich lass den armen Kerl alleine und mach mir noch nen Kamillentee. Den Kamille ist das Kraut des kleinen Mannes.

:-*
tim.

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Menü des Tages

9. Juli 2009

Tach da draußen!

Wir Büroamöben hier sind natürlich in echt keine Menschen ohne Unterleib, sondern auch nur Muggel aus Fleisch und Blut mit durchschnittlich-menschlichen Bedürfnissen. Dazu gehört selbstredend auch das leibliche Wohl.
Deshalb versorgt uns unser Empfang immer mit den aktuellsten Speisekarten der Restaurants im direkten Umfeld. Da ist von Mediterranem bis hin zu indischer Höllenfeuer-Schmatze ist da alles bei, hier an der Elbe. Toll.

Noch toller allerdings ist der Selbstversorgungstrieb einiger unserer Kollegen. Die lassen sich schonmal was einfallen.

Chéz Scorpio Speisekarte

Eierteller Khomenei

Eierteller Khomenei

Ein Ensemble aus Tomaten-Mozzarella-Matsch an Käsebrot/Ei-Arrangement. Man beachte die delikate Wölbung des Käses und die Käsebrot/Ei-Anordnung, die ein wenig das Gesicht vom Krümelmonster erahnen lässt.
Dazu empfehlen wir trockene ganze Pfefferkörner und zum Nachtisch Hanuta.

Free Kadelle

Free Kadelle

Fleischpfannkuchen an Weizengebäck-Kachelkäse-Arrangement. Dieses Menü besticht durch das bewusste Weglassen der unteren Brötchenhälfte und das wenige Grün, deshalb sehr für Vitaminallergiker zu empfehlen. Die künstlerische Freiheit dieses Menüs ist durch den Abbiss der Frikadelle gekennzeichnet, welches nur von Koch-Koriphäen korrekt auszuführen ist. Ausserdem ist die Käseposition eindeutig in Analogie zu Dalís „Die weichen Uhren“ zu sehen.

Alltäglicher Mikrowellenfraß. Nix Besonderes.

Alltäglicher Mikrowellenfraß. Nix Besonderes.

Internes Leibgericht. Der heisse Scheiß bei der Londoner In-Crowd.

Tagesration von Bernd, unserem OCTOPUS-Chef.

Tagesration von Bernd, unserem OCTOPUS-Chef.

Zu allen Gerichten empfehlen wir DAS Signature-Getränk des FC St. Pauli – „KALTE MUSCHI“. Ein spritziger Rotwein-Cola-Mix der nicht nur ratzfatz reingeht, sondern auch schnell die Laternen anknipst und am nächsten Morgen als hässlicher großer Presslufthammer im Schädel wiederkehrt. Die Katze auf dem Etikett ist Zufall.

All diese Köstlichkeiten werden frisch zubereitet von unserem Büroeigenem 5-Sterne-Koch Krümel. Seht doch wie das Roastbeef seine Augen betont…

Barry White und gute Butter helfen Vatter aufe Mutter.

Barry White und gute Butter helfen Vatter aufe Mutter.

Falls Ihr jetzt Hunger bekommen habt, ist das nicht mein Problem und da haftet auch keiner für. Nicht mal Eure Eltern.

:-*
tim.

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Nach dem Festival ist vor dem Festival!

7. Juli 2009

Hallo Ihr Braten!

Kaum ist das Hurricane und Southside-Festival einigermaßen emotional verdaut (was niemals vollständig passieren wird), schon geht es unter Volldampf auf das nächste Open Air-Armageddon zu: Das M’era Luna-Festival! Nun werde einige von Euch sagen „Hä? M’era Luna? Ist das nicht dieses Darkwave/EBM/Gothic/Industrial-Schranzfestival? Das ist ja gar nicht meine Tasse Tee! Und was hat das denn mit dem Hurricane zu tun? Steht doch schließlich hier drüber: Hurricane Blog. Wasndasjetztbidde?“ – und da habt Ihr natürlich Recht! Aber wir als Praktis/Azubis hängen da natürlich ebenso mit drin wie beim Hu/So, und somit Ihr jetzt auch. Dashabtajetztdavon! Aber glaubt mir: Dort gibts so einiges Bizarres zu entdecken…

Doch zunächst lasst mich von unserem Leidensweg während der jüngsten schwül-warmen Tage erzählen. Hier saßen nämlich alle rum als hätten sie ‘n nasses Handtuch um’n Kopp und zu allem Überfluss musste auch noch ein Baggerschiff den Elbbereich vor unserem Büro vertiefen und dabei klingen als würde Der Frontmann von Cradle Of Filth Gesang über eine 100.000 Watt-Anlage üben.

Blick auf das Baggerschiff durch das Zielfernrohr meines Raketenwerfers.

Blick auf das Baggerschiff durch das Zielfernrohr meines Raketenwerfers.

Es war also nur eine Frage der Zeit bis Alex die Batterien aus der Mütze fielen und sie uns gnadenlos zwang den Grill zu befeuern, ein Planschbecken samt Wasser auf die Dachterasse zu befördern und Gerstenkaltschale in uns reinzukippen. Sie ist solch ein Tyrann!

Katja neben mir ist nicht klein, sie steht nur weiter im Schwimmer-Bereich als ich.

Katja neben mir ist nicht klein, sie steht nur weiter im Schwimmer-Bereich als ich.

Keine Ahnung wer die Leute sind, aber die haben mein Fleisch gegessen!

Keine Ahnung wer die Leute sind, aber die haben mein Fleisch gegessen!

Naja, jedefalls haben sich Alex und Katja mal in die Bearbeitung der Akkreditierungsanfragen für das M’era Luna gestürzt. Das sind die Anfragen von Journalisten und Fotografen die gerne übers M’era Luna berichten, und deshalb umsonst aufs Festival kommen wollen.
Leider gibt es meistens 100.253 Anfragen auf 50 Journalistenplätze, und da müssen die beiden leider manchmal auch „Nein“ sagen. Oft sind die Betroffenen Journalisten dann ganz enttäuscht und manchmal auch wütend und nach nem halben Tag kommen sich die beiden vor wie die letzten Schweine.
Deshalb hat Alex den Akkreditierungshexen-Award eingeführt. Den bekommt am Tagesende derjenige, der sich am miesesten fühlt. Passt ja auch thematisch…

And the winner is...

And the winner is...

Falls mir heute noch was ausm Kopf wächst, meld ich mich nochmal.

:-* und so’n Web 2.0-Quatsch,
tim.

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Ein Blick zurück…

3. Juli 2009

Alexisonfire

Alexisonfire

Nachdem ich in der vergangenen Woche ungefähr 100 Stunden Schlaf nachgeholt habe, kann ich sagen: auch ich habe das Hurricane Festival vielleicht ohne Langzeitschäden überstanden. Vor allem dank des sensationellen Presseteams vor Ort. Birte, Nanni, Haiko, Carsten & Tim: DANKE!!!!

Was habe ich eigentlich das ganze Hurricane-Wochenende lang gemacht? Ich weiß es nicht genau, es fehlen streckenweise Stunden und das Zeitgefühl ist ohnehin irgendwann komplett weg. Ansonsten viele kleinere und größere Problemchen gelöst: Welches Kamerateam darf was drehen? Welche Fotografen dürfen wann und wo fotografieren? Wollen die Nine Inch Nails wirklich erst ab dem 8. Song fotografiert werden? Haben alle Medien-Präsentatoren alles, was sie brauchen? Wann soll die Pressekonferenz stattfinden und wer soll da teilnehmen? Passen 70 Fotografen in den Graben vor der Green Stage oder nicht? Soll das Kamerateam das unangemeldet vor der Tür steht jetzt auch noch rein? Wo sind eigentlich meine Autoschlüssel? Und mein Auto? Gibt es eigentlich noch Catering? Wie spät ist es überhaupt? Ist heute Freitag oder Samstag? Fragen über Fragen…

Und in dem ganzen Gewusel jede Menge Menschen aus der befreundeten Musikindustrie, die ganz plötzlich ganz unbedingt noch ganz viele Pässe haben MÜSSEN. Eines meiner Lieblingswörter des Wochenendes: „Warum?“. An dieser Stelle dann aber doch ein dickes Dankeschön an Frau K. aus dem Hause W. in HH: Es gibt auch Menschen aus der befreundeten Musikindustrie, die Gastfreundschaft zu schätzen wissen und freundlich fragen… :-)

Vielen Dank an Darth W. von der Plattenfrima.

Vielen Dank an Darth W. von der Plattenfrima.

Ach ja, da war irgendwann die halbe Stunde, in der ich wirklich entspannt im Catering saß, in Ruhe gegessen habe und mich kurz über die Ruhe wunderte. Noch einen Kaffee und eine Zigarette und dann langsam zurück zum Promoters Office. Und plötzlich dem Funkverkehr mal wieder etwas genauer zuhörte und mich fragte: „WER IST EIGENTLICH SARAH?“ Des Rätsels Lösung: ich habe mich beim Essen auf mein Funkgerät gesetzt und den Kanal verstellt. So geht das also, wenn man kurz eine Pause machen möchte. Und schon war’s vorbei mit der Entspannung.

Die musikalischen Highlights meines Wochenendes: Die Silversun Pickups und The Gaslight Anthem und natürlich Faith No More, die schon in der Woche zuvor bei unserem Greenfield Festival in der Schweiz einen sensationellen Auftritt hingelegt haben. Bestimmt waren noch mehr sensationelle Auftritte dabei, die ich mangels Zeit leider nicht sehen konnte. Weiß jemand wie Social Distortion und Anti-Flag waren? Gut, dass die Highlights demnächst im ZDFtheaterkanal und auf arte laufen.

Mein persönliches Highlight fand in jedem Fall am Montagmorgen statt. Die hier bereits erzählte Geschichte über Haiko’s Festivalabschluss ist total untertrieben. In Wirklichkeit war es noch lustiger und führte dazu, dass ich nach einem Wochenende mit wenig Schlaf, viel Streß und kaum Shows gesehen, mit einem Grinsen im Gesicht nach Hause gefahren bin. Irgendwie war’s ja trotzdem schön und ich freue mich auf M’era Luna Festival, Chiemsee Reggae Summer und Area 4 Festival (letzte Band am Sonntagabend: Faith No More, ein würdiger Abschluss der Festivalsaison 2009 und mein guter Vorsatz ist, mir die Show KOMPLETT anzusehen).

Wer jetzt denkt dass die beiden Herren Haikos Kumpel sind, der liegt falsch. Das sind securities die ihn gerade splitterfasernackt aus dem Artist village gezogen, und ihm erstmal Klamotten übergestülpt haben. Mit Shirt in die Hose und so. Das Stahlseil ist nur für den Fall dass Haiko sich losreißt.

Wer jetzt denkt dass die beiden Herren Haikos Kumpel sind, der liegt falsch. Das sind Mario und Dragan die ihn gerade splitterfasernackt aus dem Artist village gezogen, und ihm erstmal Klamotten übergestülpt haben. Mit Shirt in die Hose und so. Das Stahlseil ist nur für den Fall dass Haiko sich losreißt.

Und wer immer noch glaubt, dass bei uns arbeiten ein riesengroßer Spaß ist: Bewerbungen für Praktika in der Presseabteilung während der Festivalsaison 2010 können an ab sofort an unsere Personalabteilung geschickt werden. Die Voraussetzungen kennen wir auch nicht so genau. Fragt mal Haiko und Birte.

bis demnächst,
Alex

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Shandbuttle

29. Juni 2009

Hallo Blog Leser!

Celia, Celia, Popelia.

Celia, Celia, Popelia.

Ich war als Band Betreuerin auf dem Hurricane Festival. Unter anderem habe ich die Künstler zu den Auftritten gefahren und abgeholt, die GEMA Formulare eingefordert und alle weiteren Wünsche der Künstler versucht zu erfüllen. Ich hatte irrsinnig viel spaß dabei und habe viele Menschen kennen gelernt. Es ist wirklich erstaunlich wie unterschiedlich Musiker sein können. Die einen sind total sympathisch, freundlich und einfach menschlich. Andere wiederum gingen mir total auf die Nerven, da sie sich Ihren Allüren total hingeben haben.

Promoterpass. Mächtig großer Badaboom.

Promoterpass. Mächtig großer Badaboom.

Wenn man diesen Promoters Pass hat kann man, wie Birte schon erwähnt hat, kann man ÜBERALL hingehen. Durch diese Möglichkeit kamen meine Persönlichen Highlights zu Stande: Bei den Ärzten und bei Ben Harper auf der Bühne zu stehen. Es war so unglaublich die Menge zu beobachten, ich kann nun jeden Musiker verstehen, der es liebt auf er Bühne zu sein. Es ist etwas total anderes auf der Bühne zu stehen und nicht mitten in der Menschen Masse. Vor alledem bei den Ärzten, die nun wirklich Profis sind in Ihrem Handwerk. Da war ich aber im Endeffekt froh, dass ich nach zwei Songs weiterarbeiten musste. Ich hatte das Glück nicht mit Bechern beworfen zu werden.

Jedoch besteht nun mal das Wochenende zum größten Teil aus Arbeiten. Auch wenn ich mal einige Konzerte von der Bühne erleben konnte, musste ich immer über das Funkgerät in Bereitschaft sein, lauschen ob wieder einige Künstler zur Bühne müssen oder ob es sonst irgendwelche anderen zu lösenden Probleme gibt. Meine meisten freien Minuten (waren sehr wenige) habe ich in der VIP Lounge verbracht und die LIVE Übertragung aller Konzerte angeschaut.

Die meiste Zeit verbrachte ich aber im Schwarzen VW Bus, in dem unter anderem Moby, Katy Perry, Tomte, Nine Inch Nails, Ben Harper, Joshua Radin, Paolo Nutini, Glasvegas, The Ting Tings und noch viele mehr hin und her gefahren wurden.
Auch wenn man es nicht glaubt, aber Stars sind faule Menschen. Die kommen nicht auf die Idee zur Bühne zu laufen. Es ging immer von einer Bühne zur nächsten und wieder zurück ins VIP Zelt, in dem die Künstler Ihre Garderoben hatten.
Die Garderoben der meisten waren nur mit dem nötigsten ausgestattet. Tisch, Stühle, Spiegel und natürlich mit den gewünschten Getränken. Einige sahen aus wie eine große Müllhalde nach dem Verlassen einer Band und andere Garderoben würden noch Verschönert mit Tüchern und anderen Dingen von der Crew des Künstlers. Die wenigsten der Bands waren unzufrieden mit Ihrer bleibe.

Nur das Beste für die Gäste.

Nur das Beste für die Gäste.

Alles weitere, bleibt mein kleines Geheimnis. Ansonsten würde ich eine gesamte BILD Zeitung füllen mit meinen Erlebnissen auf dem Hurricane und wir sind ja kein Klatsch Blatt! Ich weiß nur, ich werde das Hurricane vermissen und ich freue mich schon jetzt aufs nächste Jahr! Ich werde es schon etwas vermissen aufzustehen, zur arbeit zu fahren und beim Frühstücken den ersten Musikern zu begegnen.

Auf bald, Celia

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Je ne regrette rien – ich betreue nichts!

25. Juni 2009

Würden sie diesen Mann Stars wie Mike Patton fahren lassen? Also, wir schon.

Würden sie diesen Mann Stars wie Mike Patton fahren lassen? Also, wir schon.

Moinsen,

Wer ich bin?????????? Ich bin einer der Verrückten, der das ganze Hurricane über gearbeitet hat und nicht einen Auftritt erleben konnte.

Mein Name: Marcel aka Johni
Job: Azubi bei Scorpio
Job aufm Hurricane: Bandbetreuer

Jetzt denkt ich sicherlich alle: boahhhhhh geil – Bandbetreuer. Ich möchte euch mal einen kurzen Einblick in meinen Job geben:

Neben dem frühen Aufstehen morgens um 07:00 und bis spät in die Nacht arbeiten, hat man die große Ehre, diverse Bands von A nach B zu shuttlen (insgesamt 50km nur auf dem Festival Gelände!!!), ihnen Handtücher, Pizza und andere absurde Dinge zu bringen. Also der ganz normale Wahnsinn.

Aber neben dem ganzen Stress und Terror lernt man aber doch echt einige lustige Leute kennen.
Bestes Beispiel: Nneka + Band, Joshua Radin (echt cooler Typ) oder auch die Jungs von Culcha Candela, die mir live im Auto eine akapella Session präsentierten.
Für Cedric Bixler-Zavala durfte ich dann noch über das ganze Festivalgelände töffeln, weil er gerne einen Hurricane-Kapuzenpulli haben wollte. Der Typ trägt übrigens größe S. Is klar.

Trotzdem war es wie immer ein mega geiles Festival mit coolen Bands, lecker Schmatze und jede Menge arbeit.

Ich hoffe, dass mein kleiner Abriss euch gefallen hat

Bis denne,
Marcel

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Die Tage danach…

24. Juni 2009

Birte.The Man

Birte.The Man

Hallo Welt. Ich bin wieder wach, soweit es geht zumindest. Seit Montag sind wir nun wieder da und ich vermisse das rumwuseln, den Stress. Im Büro ist es grade sehr ruhig. Noch! Das ändert sich natürlich bald…

Zu meinen Eindrücken vom Festival: Es war großartig. Ich habe eine einzige Band ganz gesehen, und das war Portugal.The Man. Und das aber auch nur, weil ich auf 2 Mädels aus Schweden aufpassen musste, da sie unbedingt filmen mussten. Ich glaube sie haben nicht verstanden wieso ich gepöbelt habe. Naja, da die Secus vom Coca Cola Soundwave Tent irgendwie nicht wussten, dass man, wenn man einen PROMOTER Pass besitzt, eigentlich überall hindarf, stand ich etwas blöd zwischen den Zuschauern und habe so getan als ob ich arbeiten würde. Und rausgekommen bin ich auch nicht aus dem Inselstaat.

Inselstaat Birte.

Inselstaat Birte.

Ansonsten war ich oft im Pressezelt und habe Auskunft gegeben. Ich glaub mein Highlight war 25 Min von der Ärzte Show von der Bühne aus betrachten zu dürfen. Und ja, Nine Inch Nails waren wirklich gut! Ich glaube wenn Blicke töten könnten, hätte ich mich im Fotograben in Luft aufgelöst. Wir haben nämlich den Fotografen auf die Fingerchen geschaut und die Leute in der ersten Reihe gucken immer komisch wenn man da rumspringt …J

Also liebe Leute, ich hoffe ihr hattet viel Spaß und viel Bier!!

Die BIER-te

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Stein des Aufstoßens

23. Juni 2009

Burn Baby Burn.

Burn Baby Burn.

Als ich heute nach 14 Stunden Schlaf (die bitter nötig waren) erwachte, dachte ich jemand hätte mir nen Sack über den Kopf gezogen. Ich hatte nämlich einen Kokon meiner eigenen Haut um meinem Kopf. Dann muss der Sonnenbrand, den ich mir zuverlässig bereits am Donnerstag Nachmittag geholt hatte, wohl doch ein kapitaler gewesen sein. Andere kaufen sich ein Hurricane-Shirt, ich nehm verbrannte Haut mit nach Hause.

Haiko war übrigens wieder nüchtern und hat sogar Mittagessen mitgebracht. Lecker Dosenravioli. Womit wir nicht gerechnet hatten: Überall wo wir entlangkamen mit diesem vorzüglichen Dosenfraß ernteten wir entweder Lachattacken, verabscheunde Blicke oder höhnische Kommentare. Oder alles drei.
„Na, haste noch nicht genug Festival gehabt das letztes Wochenende?“, „Hast Du Festivalbesucher überfallen oder was?“ oder auch “ *würg* [plätscherndes Geräusch]„, dabei sind Dosenravioli wie Eis: Die gehen immer rein!

Die Toten Dosen.

Die Toten Dosen.

Apropos Haiko: Heute stellte sich wieder raus dass 1. Alex (unsere Pressechefin) wie eine Mutter zu uns ist und 2. dass die Praktikanten wohl aus einem riesigen Pool von intellektuellen Randgruppen ausgesucht werden, denn als Haiko und Harry nach der Ankuft auf dem Festivalgelände auf das Thema Körperhygiene zu sprechen kamen, stellte sich heraus dass harry dachte dass Haiko wohl Duschgel und Shampoo mitbringt, und, wie sollte es anders sein, umgekehrt ebenfalls. Haiko hatte sogar nen Fön dabei (den er illegalerweise von seinen Mitbewohnerinnen geklaut hatte und deshalb diese Nacht auf einer Parkbank verbringen durfte), aber halt kein Duschgel. Da ist Alex mal eben zu Rossmann gefahren und hat für die beiden eingekauft.
Danke Alex, auch im Namen Deiner Kollegen die den ganzen Tag mit Harry und Haiko in einem Containerbüro sitzen mussten!

Soweit sogut,
tim.

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Nachbeben

22. Juni 2009

BLARGH!

Als ich heute die Augen aufschlug schien mir die Sonne aus dem Hintern und vom Himmel. Leider weiss ich die korrekte Getränkeabfolge von gestern Abend nicht mehr, sonst würde ich IMMER so trinken, wenns einem so fantastisch danach geht.
War aber alles relativ, denn als ich mich aus dem Zelt schälte musste ich feststellen dass ALLE meine Kumpels berteits wach und abgereist waren. Mein Zelt stand einsam in einer Einöde.
Haben sie sich verabschiedet? Ich weiss es nicht.

Darauf musste Werner mir erstmal wieder kulinarisch aus dem Stimmungstief helfen. Auch er war guter Dinge, wie man auf diesem Bild nur unschwer feststellen kann:

Der mit dem Messer hat immer Recht.

Der mit dem Messer hat immer Recht.

Auf dem Weg dahin wurde mir allerdings schon recht wehmütig ums Herz: Das Gelände war bereits bis zur hälfte abgebaut, Jack Daniel’s kehrte gerade die letzten Alkoholleichen unterm Stand hervor, Gabelstapler fuhren Produktionsassistenten übern Haufen und von der Green Stage flatterte nur noch ein trauriges Sidedrop-Banner von einem Gerüsteskelett.

Green Stage

Green Stage

Blue Stage

Blue Stage

Coca Cola Soundwave Tent

Coca Cola Soundwave Tent

Noch trauriger anzusehen war heute Morgen jedoch der Haiko. Der hatte nämlich ein ganzes Wochenende fantastische Arbeit geleistet und sich am Sonntag Abend mal so richtig die Lampen ausgepustet. Er war der letzte der noch an der Bar saß um acht Uhr heute Morgen und Harry anrief er solle doch eben in den Saal des Hotels kommen, es gäbe schließlich Kaffee und Bier.
Dass das ganze um elf Uhr noch nicht von ihm abgefallen war merkte man unter andertem daran dass er mich einmal anpaulte ich solle doch bitte etwas besser auf seine Jacke aufpassen, da sei schließlich das ganze Internet drin, welches ihm unsere Kollegin Linn gestern ausgedruckt habe. Das ganze endete für Ihn wie folgt, hier im Büro, vor ner halben Stunde:

Ruhe in Frieden.

Ruhe in Frieden.

Ich werde jetzt mal versuchen nach Hause zu kommen und höre meiner Haut beim pellen zu. Drei Tage Sonnenbrand will mit Respekt behandelt werden. Achja: Und irgendwas mir Wasser und Seife hab ich mir auch noch vorgenommen. Was war das denn bloß…?

So long,
tim.

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Sonntagungen

22. Juni 2009

Booyakashar, meine lieben Padawans!

Die Sonne briet mich heute morgen schon recht früh aus der Falle, was sich aber als Falle herausstellte, denn es regnete mir fünf Minuten nach dem Aufstehen in mein Frühstücksbier.
Das Wetter spielte auch heute wieder Jin und Jang im Schichtbetrieb, woran sich jedoch alle Panzertape-Gummistiefeldesigner (und es gab ne Menge) und deren Pendant, der gediegene Telekom-Regencapeträger (OHNE Klamotten darunter. Nur soviel: Die Dinger sind zwar anthrazit, aber durchsichtig.) schon längst eingestellt hatten.
Somit floss die gute Laune, Musik und Grillketchup ungehindert in Strömen und man war sich einig: Heute wird nichts verpasst! Somit scharten sich die Massen bereits bei Eskimo Joe vor der Green Stage und der Geheimtipp unseres FKP Scorpio-Papstes Folkert Koopmans, LOVEDRUG, wurden ebenfalls euphorisch gefeiert. Apropos Folkert Koopmans: Der Mann ist ein Meister der Tarnung! Einmal hätte ich ihn fast umgerannt, da er mit Rigger-Weste, Funkgerät und Schippermütze original aussah wie ein Bühnenarbeiter. Ich konnte gerade noch ein Foto von Ihm erhaschen:

Spinat und gute Konzerte verleihen ihm unglaubliche Kräfte.

Spinat und gute Konzerte verleihen ihm unglaubliche Kräfte.

Hab ich eigentlich schon von FAITH NO MORE gestern Abend erzählt? NEE! Geil!
Mal ganz davon abgesehen dass Mike Patton sowieso die Coolness IST haben FNM es noch immer drauf. Riesiger Roter Vorhang im Hintergund, schmierige pastellfarbene Anzüge mit kitschigen Ansteckblumen und gute Songs: mehr braucht es nicht.

Um nochmal auf Lovedrug zurückzukommen: Jesse „Boots Electric“ Hughes von den EAGLES OF DEATH METAL (der Laut Birte nachher noch derbst die Ärzte abfeierte) war von der Kapelle so angetan dass er auf der Bühne sogar ein LOVEDRUG-Shirt trug. Also, wenn ich mir einen verrückten Onkel nochmal aussuchen könnte (denn wir wissen ja: wir ALLE haben mindestens einen davon), dann wäre es Jesse Hughes. Ein Sympath sondergleichen, unglaublich gutaussehend und ein tierischer Angeber an der Gitarre. Sauber. Auf die Aufforderung eines halbnackten jungen Mannes im Publikum, der sich mit Edding „I only want you to kiss me“ auf den Körper geschrieben hatte erwiederte Jesse nur: „I wanna kiss all you boys! And with „boys“ I mean girls!“

Heute Nachmittag war ebenfalls die riesige Hurricane Presseversammlung angesetzt, zu der doch glatt zehn Journalisten erschienen um keine Fragen zu stellen. Wie gesagt, es war ein sehr ruhiges Hurricane.
Dort sitzen dann Folkert Koopmans, Marc Hülsewede, Jens Koopmann (die heilige Festival-Dreieinigkeit: FKP Scorpio – Crunchtime Promotion – Koopmann Concerts) und noch ein paar wichtige Hoschis und erzählen einen. Oder auch nicht, wenn keiner fragt.
Ein Polizeisprecher des Landkreises erzählt wieviele Gliedmaßen im Moshpit abgetrennt wurden, ein Feuerwehrsprecher reicht ein Handout rum mit dem neusten Rezept für Napalm und das DRK sinniert über das richtige Mischverhältnis verschiedener bewusstseinserweiternder Stoffe die man auch rezeptfrei bekommt. Unsere Pressechefin steigt auf ein Breakdance-battle mit RTL-Redakteuren ein (und gewinnt!) während Oliver Mücke (DER Oliver Mücke: Erfinder der Backstage-Führung!) einen selbstgeschriebenen Limerick zum besten gibt. Was ganz alltägliches und lagweiliges also.

Da Vincis letztes Abendmahl ist'n Scheiß hiergegen.

Da Vincis letztes Abendmahl ist'n Scheiß hiergegen.

Heute Abend war jedoch mein persönliches Highlight dran: NINE INCH NAILS. Sound vom feinsten, ein irre wütender Trent Reznor und ein Lichttechniker, der hinter seinem Pult genauso abging wie die Muggel auf der Bühne. Und als Sahnehaube gabs „Hurt“ zum Schluss. Ein akustischer Festschmaus! Und schöne Gitarren.

BIERBEBEN!
tim.

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