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Just Post it!

18. Juni 2009

Die Sache hat doch einen Haken!

Die Sache hat doch einen Haken!

„Irgendwas war doch da…?! Achja, warte, es steht hier auf irgendeinem der 3.486 Post-its.“ So geht’s mir oft. Man kann sich mit diesen kleinen, gelben Papierschnitzeln gänzlich verzetteln. Jeder Firlefanz wird aufgeschrieben, den man sonst vergisst. Es bleibt einem manchmal nichts anderes übrig, doch ehe man sich versieht, erleidet man eine Art Sucht. Auf so vielen kleinen Zettelchen stehen so viele kleine Informationen, die erledigt werden wollen/müssen. Inzwischen frage ich mich, ob ich es mir damit erleichtere oder erschwere. Aber ich glaube, ich habe keinen Überblick mehr: weder über die Zettel, noch über die zu erledigenden Aufgaben. Das ist gerade im Endspurt der anstehenden Festivalsaison sehr arg. Ich glaube, ich habe mir sogar mehrmals diverse Utensilien protokolliert, die ich auf dem Hurricane Festival ganz dringend brauche und unter keinen Umständen vergessen darf (oberste Priorität: Haarlack, gefolgt von Shampoo, Seidenglanzspülung (macht die Haare kämmbar und geschmeidig), Parfüm (ohne das kann ich nicht leben), Labello (ohne den muss ich sterben), und Handcreme). Eben alles, was mir seither einfällt, landet ohne Ausnahme auf diesen kleinen, blöden, gelben Dingern. Vielleicht sollte ich mal die Farbe wechseln.

Sowohl die Gewohnheit, als auch die Bequemlichkeit – und noch vielmehr die Abhängigkeit, die sich eingeschlichen hat – hat mich schon so weit gebracht, dass ich dieses Prinzip nun auch regelmäßig (täglich) zu hause einsetze und mir wirklich jeden Mist aufschreibe. Das fängt bei ganz alltäglichen Dingen wie „Duschen, essen, waschen, vielleicht später noch lesen…“ an und endet am Computer mit „Neue CD -> PC -> Handy -> iPod“ oder „Bilder bearbeiten -> uploaden -> USB-Stick -> ausdrucken“. Es ist grausam. Ich stell mir immer vor, jemand würde lesen, was und vor allem wie ich solche Sachen notiere. Niemand würde etwas davon verstehen und mich für bekloppt halten. Das sollte allerdings mein geringstes Problem sein, denn das tut wohl eh schon fast jeder. Wenn ich z.B. bei einem Feierabendbierchen mit meinen Kollegen anstoßen will und nicht mehr „Prost“, sondern „Post“ in die Runde röhre!

Sie hatte ein erfülltes Kleben.

Sie hatte ein erfülltes Kleben.

In dem Sinne…
Le-A-Fee

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